
Holzbrücke über das Mühlenfließ
Holzbrücke über das mühlenfließ
Über diesen Ort
Holzbrücke über das Mühlenfließ
Hier führt die Tour über eine kleine Holzbrücke und quert das Mühlenfließ – einen der stilleren und naturbelasseneren Punkte der Strecke.
Das Mühlenfließ gehört zum Gewässersystem zwischen den Töpchiner Seen und dem Motzener See. Das Wasser kommt aus südlicher Richtung aus dem Bereich der Töpchiner Seen und fließt weiter in Richtung Motzener See. Damit verbindet dieser unscheinbare Wasserlauf mehrere Seen miteinander und ist Teil eines größeren natürlichen Wassersystems.
Auf den ersten Blick wirkt das Fließ vielleicht nur wie ein kleiner Graben zwischen Bäumen, Schilf und feuchtem Gelände. Tatsächlich sind solche kleinen Wasserläufe für die Landschaft jedoch sehr wichtig. Sie transportieren Wasser zwischen Seen und Feuchtgebieten und bieten gleichzeitig Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen.
Gerade in den ruhigeren Bereichen können Amphibien, Libellen, Wasservögel und verschiedene Insekten solche feuchten Lebensräume nutzen. Auch Schilf, Gräser und andere Pflanzen, die mit nassen Böden zurechtkommen, prägen die Umgebung.
Die Holzbrücke selbst ist ein schöner kleiner Übergang auf der Tour. Hier lohnt es sich, kurz stehen zu bleiben und nach unten zu schauen. Je nach Jahreszeit und Wasserstand kann das Mühlenfließ völlig unterschiedlich wirken – mal als deutlich sichtbarer Wasserlauf, mal fast verborgen zwischen Pflanzen und Uferbewuchs.
Eine kleine Geschichte am Wegesrand
Stell dir vor, du stehst hier vor vielen Jahrzehnten. Keine Wander-App, keine markierte Tour und kein Smartphone in der Tasche.
Vor dir liegt nur das Wasser.
Solche kleinen Fließe bestimmten früher ganz selbstverständlich, wo Menschen einen Weg anlegen konnten und wo eine Brücke nötig war. Für Wanderer ist die Überquerung heute nur ein kurzer Schritt – für Menschen, die hier früher mit Werkzeug, Holz, Waren oder Tieren unterwegs waren, konnte ein Wasserlauf eine echte Grenze in der Landschaft darstellen.
Heute führt die Holzbrücke bequem hinüber. Unter dir zieht das Wasser langsam weiter in Richtung Motzener See.
Es ist einer dieser kleinen Orte, an denen man leicht vorbeiläuft – obwohl gerade solche unscheinbaren Verbindungen zeigen, wie eng die Seen und Feuchtgebiete dieser Landschaft miteinander verbunden sind.
Hinweise & Quellen
Hinweise vor Ort
Die Holzbrücke kann bei Regen, Frost, Laub oder hoher Luftfeuchtigkeit rutschig sein. Bitte langsam und vorsichtig überqueren und auf sicheren Tritt achten.
Am Ufer des Fließes besteht stellenweise Absturz- und Rutschgefahr. Böschungen, feuchte Randbereiche und dicht bewachsene Ufer nicht unnötig betreten.
Kinder sollten im Bereich der Brücke und des Wassers beaufsichtigt werden.
Bitte auf den vorhandenen Wegen bleiben und Pflanzen, Tiere sowie Uferbereiche nicht beeinträchtigen. Abfälle wieder mitnehmen und keine Tiere füttern.
Quellen
Land Brandenburg – Badegewässerprofil Motzener See
https://badestellen.brandenburg.de/documents/23251903/23266001/207.pdf
Landesamt für Umwelt Brandenburg – Töpchiner Seen und Entwässerung zum Motzener See
https://lfu.brandenburg.de/sixcms/media.php/9/NundL1_2_2017_Endkl.pdf
Brandenburgisches Vorschriftensystem – Naturschutzgebiet „Töpchiner Seen“
https://bravors.brandenburg.de/verordnungen/nsgtoepchinerseen/3
