Naturbelassene Waldwege – die Landschaft holt sich ihr Gebiet zurück

Naturbelassene Waldwege – die Landschaft holt sich ihr Gebiet zurück
📍 Sehenswürdigkeit · Motzen / Töpchin – Dahme-Seenland

Naturbelassene Waldwege – die Landschaft holt sich ihr Gebiet zurück

Ab ca. 1,5 km beginnt ein ruhiger, naturbelassener Waldabschnitt mit viel Tierwelt, dichter Vegetation und abwechslungsreichen Wegen.

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Über diesen Ort

Spätestens hier, nach rund 1,5 Kilometern, zeigt die Tour ihren eigentlichen Charakter: Der Asphalt bleibt weitgehend zurück und es geht hinein in eine ruhige, naturbelassene Wald- und Seenlandschaft.

 

Schmale Waldwege, alte Bäume, dichter Unterwuchs und immer wieder offene Stellen begleiten dich auf großen Teilen der weiteren Strecke. Wer langsam und aufmerksam unterwegs ist, entdeckt dabei oft wesentlich mehr als nur den Weg vor seinen Füßen.

 

In solchen brandenburgischen Waldlandschaften sind Rehe, Wildschweine, Füchse und zahlreiche kleinere Säugetiere zu Hause. Dazu kommen Spechte, Greifvögel, Singvögel und viele Insekten. Nicht jedes Tier wird sich zeigen – häufig verraten erst Spuren im Boden, Rascheln im Unterholz oder Vogelrufe, dass man den Wald keineswegs allein durchquert.

 

Besonders interessant ist, dass diese heute so natürliche Landschaft keineswegs überall unberührt geblieben ist. Die Region um Motzen und Töpchin wurde im 19. Jahrhundert stark durch den Abbau von Ton und die Ziegeleiindustrie geprägt. Um 1840 entstand in Töpchin die erste Ziegelei, weitere folgten. Auch rund um Motzen entwickelte sich ab etwa 1850 eine bedeutende Ziegeleiindustrie.

 

Ton wurde aus dem Boden geholt, Wege und Transportstrecken entstanden und ganze Landschaftsbereiche wurden verändert. Mit dem Niedergang dieser Industrie eroberte sich die Natur viele dieser Flächen langsam zurück. Wald wuchs über ehemalige Abbaugebiete und manche Spuren der Vergangenheit sind heute nur noch für aufmerksame Wanderer erkennbar.

 

Ganz in der Nähe befindet sich zudem das Naturschutzgebiet Töpchiner Seen. Es umfasst rund 375 Hektar und ist für seine abwechslungsreiche Landschaft aus Seen, Mooren, Kiefernwäldern, feuchten Erlenwäldern und seltenen Pflanzenarten bekannt.

 

Halte deshalb unterwegs ruhig einmal an, sei für ein paar Sekunden still und hör genau hin.

 

Vielleicht raschelt etwas zwischen den Bäumen, ein Specht hämmert in der Ferne oder du entdeckst eine Spur am Wegesrand.

 

Hier beginnt der Teil der Tour, bei dem nicht die Geschwindigkeit zählt, sondern das Entdecken.

Hinweise & Quellen

Hinweise vor Ort

Die Strecke führt über längere Abschnitte durch naturbelassene Wald- und Feldwege. Je nach Wetter können Wege matschig, rutschig, uneben oder durch Wurzeln und Äste erschwert sein.

Bitte bleibe möglichst auf den vorhandenen Wegen und respektiere gesperrte Bereiche sowie Privatgrundstücke.

Wildtiere bitte nicht verfolgen, füttern oder unnötig stören. Besonders in der Dämmerung können Rehe, Wildschweine und andere Tiere aktiv sein. Hunde sollten in sensiblen Naturbereichen unter Kontrolle gehalten werden.

In Schutzgebieten gilt besondere Rücksichtnahme auf Pflanzen, Tiere und Lebensräume. Müll bitte wieder mitnehmen und Pflanzen nicht beschädigen oder ausgraben.

An Gewässern und feuchten Bereichen auf rutschige Ufer und weichen Untergrund achten.

Quellen

Stadt Mittenwalde – Naturschutzgebiete / Töpchiner Seen
https://www.mittenwalde.de/de/urlaub-freizeit/natur/naturschutzgebiete

Stadt Mittenwalde – Seen & Gewässer
https://www.mittenwalde.de/de/urlaub-freizeit/natur/seen-gewaesser

Stadt Mittenwalde – Wissenswertes zur Region, Ziegeleigeschichte und Naturschutz
https://www.mittenwalde.de/de/urlaub-freizeit/stadtgeschichte/wissenswertes

Tourismusverband Dahme-Seenland – Heimatmuseum Motzen / Geschichte der Ziegeleiindustrie
https://www.dahme-seenland.de/poi/dahme-seenland/museen/heimatmuseum-motzen/

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